Projekte

Ein mit "biologisch abbaubar" beschrifteter Kunststoffsack als Fehlwurf in biogenen Abfällen (c) Martin Wellacher

BioMiss

Aufgabenstellung

BioMiss – Fehlwürfe in getrennt gesammelten biogenen Abfällen in der Stadt Leoben

Ziel des Projektes war es, die Fehlwürfe von Störstoffen und originalverpackten Labensmitteln in Leobner Biotonnen festzustellen. Außerdem wurde der Einfluss der Siedlungsstruktur auf die Menge und Art an Fehlwürfen in Bioabfällen untersucht. Die daraus gewonnenen Daten sollten dazu beitragen, die Qualität des Haupterzeugnisses Kompost in Zukunft zu verbessern.

Publikation von 2018: Störstoffe und originalverpackte Lebensmittel in Bioabfällen 2018

Poster von 2018: Störstoffe und originalverpackte Lebensmittel in Bioabfällen 2018 Poster

Methode

Es wurden in einer Sammel- und Sortierkampagne in vier Leobner Straßenzügen insgesamt 45 Biotonnen entleert, deren Störstoffe aussortiert, klassifiziert und gewogen. Die Siedlungsstruktur wurde unterschieden in Mehrfamilienhäuser größer zehn Wohneinheiten, Mehrfamilienhäuser kleiner zehn Wohneinheiten und Einfamilienhäuser.

Ergebnisse

Es wurden Massen und Anteile von Störstoffen, sowie deren Zusammensetzung dokumentiert. Der Störstoffgehalt pro Behälterinhalt lag zwischen 0,6 und 3,4 %. Die häufigsten Störstoffe waren sonstige Fehlwürfe und nicht abbaubare Kunststoffe. Originalverpackte Lebensmittel konnten nur in Biotonnen von Mehrfamilienhäusern größer zehn Wohneinheiten gefunden werden. In den Einfamilienhäusern konnten keine als abbaubar gekennzeichneten Kunststoffe gefunden werden.

Die Untersuchung des Einflusses der Siedlungsstruktur ergab, dass in Mehrparteienwohnhäusern die Qualität des Bioabfalls schlechter ist als bei Einfamilienhäusern.

 

Auftraggeber: Abfallwirtschaftsverband Leoben

 

Projektlaufzeit: Januar bis Mai 2017

 

Das Projekt wurde im Namen der Montanuniversität Leoben, Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft, unter Leitung von Martin Wellacher durchgeführt.