RestSalz
Aufgabenstellung
RestSalz – Salzburger Restabfallanalysen 2025
Ziel der Untersuchung ist es, die Zusammensetzung der gemischten Siedlungsabfälle (Restabfall) im Bundesland Salzburg zu ermitteln und diese nach bundeseinheitlichen Rahmenbedingungen – erarbeitet und publiziert im Auftrag des BMK – durchzuführen.
Die wesentlichen Projektinhalte sind:
- Durchführung der Probenahme nach vorgegebenem Probenahmeplan inklusive Dokumentation der Ziehung der Einzelproben, Umleerung in geeignete Transportgebinde, Kennzeichnung der Einzelproben und Transport zur Sortierstation;
- Sortierung des angelieferten Restabfalls gemäß vorgegebenem Sortierkatalog (inkl. Erweiterung und weiterer Differenzierung von Teilmassen);
- Dokumentation und Übermittlung der Sortierergebnisse je Einzelprobe;
- Auswertung, Ergebnisdarstellung und Dokumentation und
- Altstoff-Potenzialanalyse: Ermittlung/qualifizierte Abschätzung jenes Massenanteils der analysierten Fraktionen, die einer getrennten Sammlung und anschließenden Vorbereitung zur Wiederverwendung (Re-Use) oder stofflichen Verwertung zugeführt werden könnten.
Methode
Die Restmüllanalysen sind entsprechend dem „Leitfaden für die Durchführung von Restmüll Sortieranalysen“, erstellt von der Technischen Arbeitsgruppe Sortieranalysen und den „Richtlinien für die statische Auswertung von Sortieranalysen und Stückgewichtanalysen“ durchzuführen. Im ersten Probenahmedurchgang werden 98 Proben analysiert, im zweiten 70. Die Zusammensetzung des Restabfalls soll auf Landesebene, auf Ebene der sozio-ökonomischen Schichten sowie auf Bezirksebene für das Bundesland Salzburg in zwei Analysedurchgängen ermittelt werden. Für die Durchführung der Altstoff-Potenzialanalyse wurde bereits im Rahmen der Ausschreibung ein Konzept erstellt.
Ergebnisse
Die Probenahme erfolgte aus zur Abfuhr bereitgestellten Behältern auf der Liegenschaft. In zwei Durchgängen wurden 174 Proben mit einem Durchschnittsgewicht von 19,7 kg und einem Gesamtgewicht von 3.427 kg herangezogen. Im Salzburger Restabfall sind rund 35 % biogene Abfälle zu finden. Es dominierte darin die Fraktion nicht vermeidbare Lebensmittel mit rund 20 %. Verpackungen aller Art nehmen mit 18 % Anteil am Restabfall den zweithöchsten Wert der Summenfraktionen ein. Die nächstgrößte Fraktion sind Hygieneartikel mit rund 15 %, die eine Zielfraktion für Restabfall sind. Elektroaltgeräte mit 0,9 % und Problemstoffe inklusive Batterien mit 0,4 % nehmen zwar nur einen kleinen Anteil ein, stellen aber ein besonderes Problem dar.
Die vertiefte Differenzierung zeigte, dass vermeidbare Lebensmittel zu je ca. einem Viertel aus Brot, Obst/Gemüse, Fleisch/Wurst/Fisch/Käse und „Anderem“ bestehen. Die Aufgliederung von Metall VP hat einen Anteil an Getränkedosen von ca. 30 % ergeben. Bei den Textilien gab es zwei große Fraktionen, Kleidung mit ca. 50 % und Haushaltstextilien mit ca. 40 %. Die Altstoff-Potenzialanalyse zeigte, dass das Re-Use-Potenzial im Restabfall 2,5 % beträgt. 21 % des Restabfalls sind „realistisch in die getrennte Sammlung verlagerbar“ und könnten in einem anderen Container bzw. im Recyclinghof entsorgt werden.
Auftraggeber: Land Salzburg, vertreten durch das Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung Natur- und Umweltschutz, Gewerbe
Projektlaufzeit: Januar bis Dezember 2025