Projekte

Probenahme für Boden mit dem Pürckhauer-Bohrstock in Johnsbach (c) Martin Wellacher

ReSoil

Aufgabenstellung

ReSoil – Entwicklung von Qualitätssicherungsmethoden zur Verwertung von Bodenaushub mit geogen bedingten Schwermetallgehalten

Das Projekt ReSoil richtete sich an Unternehmen, die Komposterden herstellen, und hatte die Entwicklung von Qualitätssicherungsmethoden zur Verwertung von Bodenaushub mit geogen bedingten Metallgehalten zum Ziel. Bodenaushub und die daraus hergestellten Produkte werden in ihrer Eignung zur Rekultivierung v.a. schadstoffseitig bewertet. Dabei kommt einigen wenigen Metallen die Hauptbedeutung zu. Eine Unterscheidung von Schadstoffgehalt und Schadstoffwirkung wird nicht vorgenommen. Hier setzte das Projekt ReSoil an. Ziel war es mittels Laborversuchen sowie Klein- und Großgefäßversuchen den Zusammenhang zwischen Gesamtgehalt von Metallen (As, Cd, Cr, Cu, Hg, Ni und Pb) und ihrer Toxizität zu untersuchen und einen Eignungstest mit Toxizitätsbestimmung zur Verwertung von Bodenaushub und Komposterden zu entwickeln.

Die drei Hauptziele:

  • Entwicklung eines Eluat-Kaskaden-Tests zur Beurteilung der Schadwirkung von Metallen in Bodenaushub,
  • Validierung eines Großgefäß-Tests zur Qualitätssicherung von Komposterden und
  • Kenntnisse zur Verwertung von geogen mit Metallen vorbelastetem Bodenaushub als Komponente in Komposterde innerhalb einer vergleichbaren geologischen Region.

Publikation von 2018: Verwertung von Aushubmaterialien 2018

Publikation von 2020: Vorschlag einer Qualitätssicherungsmethode für geogen belasteten Bodenaushub 2020

Methode

Recherchen, Probenahmen, Entwicklung eines Kleingefäßtests und eines Großgefäßtests als Qualitätssicherungsmethode, Demonstrationsversuche, Anwendung von umfangreicher Laboranalytik, Erstellung von Katalogen

Ergebnisse

Die Qualitätssicherungsmethode konnte in allen drei Teilen entwickelt werden. Mit dieser Methode ist eine Prüfung auf Unbedenklichkeit von geogenen grenzwertüberschreitenden Belastungen mit Metallen möglich.

Zwölf untersuchte Böden konnten mit der vorliegenden Methode gut in unbelastete, geogen belastete und anthropogen belastete unterschieden werden. Der Versuchsaufbau des Kleingefäßtests war geeignet, um einen bedenklichen Transfer von Metallbelastungen in Bodenaushub oder daraus hergestellten Produkten in verschiedene Pflanzenarten zu erkennen und von einem unbedenklichen Transfer zu unterscheiden. Der Versuchsaufbau des Großgefäßtests war geeignet, um einen bedenklichen Transfer von Metallen in Bodenaushub bzw. daraus hergestellten Produkten, z.B. Komposterden, in das Sickerwasser von einem unbedenklichen zu unterscheiden.

Eine neue Methode zur Unterscheidung geogener von anthropogenen Metallbelastungen in Böden wurde vorgeschlagen.

 

Auftraggeber: Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG) und Poschacher Kompost

 

Projektlaufzeit: April 2015 bis März 2019

 

Das Projekt wurde im Namen der Montanuniversität Leoben, Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft, unter Leitung von Martin Wellacher durchgeführt.

 

Das Projekt ReSoil wurde mit folgendem Partner verwirklicht:

Institut für Pflanzenbau, Universität für Bodenkultur Wien